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Ueli der Chnächt

Produktion Januar / Februar 2006

 

Die hindernisreiche Liebesgeschichte vom tüchtigen, aber widerborstigen Knecht Ueli und vom braven Bernermeitschi Vreneli ist der klassische Bauernspiegel der Schweiz und ein Stoff von hoher Qualität.

Bis die beiden Dickköpfe zueinanderfinden, muss Ueli viel lernen. Die unterschiedlichsten Menschen greifen in sein Leben ein. Da ist vor allem der Bodenbauer, ein aufrechter Landmann, mit seiner klugen, grossherzigen Frau; aber da sind auch der ewig unzufriedene Bauer Joggeli, dessen gute Bäuerin nicht gegen ihn aufkommt, und ihre nichtsnutzigen Kinder.

Die Theaterfassung von Sämi Fauk entstand 1958. Fauk schrieb das Stück im Alter von 60 Jahren in einer kernigen und präzisen Sprache.

ueli

 

Artikel Jungfrauzeitung:

www.jungfrauzeitung.ch/artikel/60983

 

Location

2006 gastiert der Dramatische Verein Brienz zum ersten Mal in seiner über 75-jährigen Vereinsgeschichte im Kino Theater Brienz. Der Saal besitzt 148 Sitzplätze mit optimaler Sicht auf die Bühne. Hinzu kommt ein Kinozelt, das extra für die Produktion «Ueli der Chnächt» installiert wird. Dieses dient als Eingang, Garderobe und Festwirtschaft.

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Virtuelle Inszenierung von Ueli der Chnächt

Brienzer Theaterverein bringt Gotthelf auf die Kinobühne

Das traditionelle Theaterstück Ueli der Chnächt von Sämi Fauk nach Jeremias Gotthelf bringt der Dramatische Verein Brienz in ungewöhnlicher Form auf die Bühne: Das Bühnenbild wurde virtuell auf eine Leinwand projiziert.

Premiere dieser für ein Laientheater gewagten Inszenierung ist am Freitag, 27. Januar 2006 im eigens dafür umgebauten Kino-Theater Brienz. Dank der hervorragenden Zusammenarbeit zwischen dem Kinoverein Brienz und dem Dramatischen Verein Brienz soll diese ungewöhnliche Theaterinszenierung möglich werden. Dank der grossen Erfahrung der Brienzer Laiendarsteller mit unterschiedlichen Regisseuren und unterschiedlichen Theaterformen wie Bühne, Freilicht und Kinofilm kann dieses Experiment gewagt werden.

Gotthelf und Multimedia

Zuständig für das virtuelle Bühnenbild ist der Brite Mark Howells, der seit knapp fünf Jahren in der Schweiz lebt und arbeitet. Unter anderem betreibt er die Web-Site permanenttourist.ch. Dieses fotografische Langzeitprojekt zeigt die Schweiz aus der Sicht eines Engländers, der sich als permanenter Tourist fühlt. Die Digitalfotografie ist denn auch die Grundlage für das Bühnenbild. Howells arbeitet mit autenthischen Aufnahmen aus dem Freilichtmuseum Ballenberg. Passend zu seinen Arbeiten ist das Kostümkonzept von Gretli Amacher. Die Brienzwilerin arbeitet seit Jahrzehnten für den Dramatischen Verein einerseits und das Landschaftstheater Ballenberg andererseits. Sie war auch zuständig für die Kleider bei den SF DRS-Produktionen «Sahlenweidli» und «Das Internat». Auch die Musik wird eigens komponiert und produziert, und zwar vom Multimediakünstler Oliver Brodwolf. Der Absolvent der Jazzschule Basel ist gelernter Orgelbauer und seit zehn Jahren als Entwicklungsleiter in einem Medienunternehmen tätig. In seiner Freizeit leitet er unter anderem das Oliver Brodwolf-Trio mit Mitmusikern aus Bern und Berlin. Regie des Stücks führt Urs Gossweiler, der von Lilo Wyler assistiert wird. «Wir wollen den traditionellen Stoff von Gotthelf traditionell inszenieren. Die Umsetzung erfolgt jedoch mit modernster Technik», so Gossweiler. «Damit hoffen wir, einerseits unser Stammpublikum und andererseits neues, junges Publikum für diese Aufführung zu begeistern.»

 

Der neue Regisseur ist fasziniert von der klaren und prägnanten Sprache des Theaterautors Sämi Fauk. Das Stück spielt in den 40-er Jahren des 19. Jahrhundert und die Theaterfassung ist in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts entstanden. «Doch noch immer ist Ueli der Chnächt brandaktuell», ist Gossweiler überzeugt. Dargestellt wird Ueli von Hänel Fankhauser. Adolf Bachmann spielt den Joggeli, Bettina Amacher dessen Frau, Sabine Gartwyl die Tochter Elisi, Caroline Reusser stellt Vreneli dar, Martin Bolliger den Bodenbauern, Vereinspräsidentin Therese Santschi die Bodenbäuerin, Joggelis Sohn Johannes und dessen Frau Trinnette werden gespielt von Kurt Künzli und Monika Fankhauser. Der Baumwollhändler von Andrea Andreoli, der Müller von Walter Limacher, Stini und Uersi, die Mägde beim Bodenbauern von Nelly Blatter und Christine Flück und die beiden Knechte auf der Glungge von Heinz Mäder und Hansueli Moser. Die Schauspieler proben seit Anfang November im Eingangsgebäude Ost des Freilichtmuseums Ballenberg. Ab Neujahr finden die Proben im Kino Theater Brienz statt. Der Verein tritt in seiner über 75-jährigen Geschichte zum ersten Mal im Kinosaal auf.

 

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Cast + Crew

SchauspielerInnen

Bettina Amacher (Base)

Andrea Andreoli (Baumwollhändler)

Adolf Bachmann (Joggeli)

Nelly Blatter-Eggler (Stini)

Martin Bolliger (Bodenbauer)

Hänel Fankhauser (Ueli)

Monika Fankhauser-Kohler (Trinette)

Christine Flück-Geissbühler (Uersi)

Sabine Gartwyl-Amacher (Elisi)

Kurt Künzli (Johannes)

Walter Limacher (Müller)

Heinz Mäder (Karrer)

Hansueli Moser (Melker)

Caroline Reusser (Vreneli)

Theres Santschi-Albori (Bodenbäuerin)

 

Inszenierung

Regie – Urs Gossweiler

Musik – Oliver Brodwolf

Art Direction – Mark Howells

Kostüme – Gretli Amacher-Flühmann

Maske/Frisur – Heidi Blatter-Michel, Monika Fankhauser-Kohler, Fränzi Steiner-Jossi

Regieassistentin – Lilo Wyler-Gossweiler

Souffleusen – Hedy Andreoli-Kohler, Daniela Schläppi-Küffer

 

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Sponsoringengagement

 

Herzlichen Dank an

  • Bank Brienz Oberhasli
  • Kinoverein Brienz: Mark und Mani für technischen Support
  • Ballenberg Restaurations AG: Familie Hersche für den Proberaum
  • Kurszentrum Ballenberg: Adrian Knüsel für den Beamer
  • Landschaftstheater Ballenberg: für das Lichtmischpult
  • Mountain Multi Media MMM: für Equipment und Videoproduktion
  • Wyler Holzbau AG: für den Bühnenaufbau
  • Freilichtmuseum Ballenberg: für die Locations und Requisiten
  • Verlag «Der Brienzer»: für das Werbesponsoring
  • Les Trois Coiffure, Cosmétique, Visage: für Styling-Equipment
  • Nicole und Martin Ittiger: für Garderobe
  • Rugenbräu AG: Ausstattung Kinozelt
  • Peter Margowski/Mato + Mira Kovacevic: Management Kinozelt
  • Thöni-Betten, W. Limacher: Stoff für Bühne und Kinozeltinterieur